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04.06.2017

Jugendgottesdienst

Firmjugendliche und Freiwillige aus Kamerun, Sambia und Bosnien gestalten Pfingstgottesdienst

Am Pfingstsonntag fand am Abend in St. Michael Oberjosbach ein Jugendgottesdienst mit rund 60 Jugendlichen und sechs Volunteers (Freiwilligen) des Bistums Limburg aus Sambia und Kamerun (Afrika) und Bosnien statt. Das Besondere daran: Einige der Jugendlichen hatten zusammen mit den Volunteers aus Afrika und Bosnien diesen Gottesdienst gemeinsam vorbereitet und sich dabei über ihre Glaubenserfahrungen und ihre Erfahrungen mit dem Heiligen Geist angeregt ausgetauscht. Dieser Austausch floß mit in die Gottesdienstgestaltung ein.

Bei der Begrüßung wurde – entsprechend dem Pfingstereignis – die Gemeinde in mehreren Sprachen begrüßt. Das hinterließ bei den überwiegend jugendlichen Kirchenbesuchern zunächst Ratlosigkeit, den einen sambischen oder kameruner Dialekt hatten sie noch nie gehört.

Zum Thema „Heiliger Geist“ wurde es zunächst nicht besser: „Mit dem Heiligen Geist ist das so eine Sache. Er ist nicht sichtbar, nicht greifbar, nicht hörbar. Er macht es uns nicht leicht.“ Die Firmbewerber Max und Philip räumten dann auch ein, dass sie zunächst den Begriff „Heiliger Geist“ gegoogelt hätten, um in das Thema einsteigen zu können. Dem setzte dann der Bericht von Simon aus Sambia entgegen, dass er genau spüren könne, wann der Heilige Geist in ihm wirke. Unter anderem in dem Moment, wo er den Mut habe, vor einer deutschen Gemeinde über den Heiligen Geist zu erzählen.

Mit großer Aufmerksamkeit lauschten die jugendlichen Gottesdienstbesucher dem Bericht von Simon in englischer Sprache. In einem gemeinsamen afrikanischen Lied zum Heiligen Geist und seinen sieben Gaben entstand dann tatsächlich so etwas wie „Spirit“.

Im Anschluß an den Gottesdienst bildeten sich mehrere kleinere Gruppen, die sich mit den Volunteers über die Unterschiede in den kirchlichenTraditionen und zum Heiligen Geist angeregt austauschten. Iljana, Volunteer aus Bosnien, stellte fest, dass es zwischen den jungen Menschen in Deutschland und in ihrer Heimat große Unterschiede gibt: „Bei uns sind die Kirchen nicht nur sonntags voll mit Menschen. Der Heilige Geist brennt mehr in unseren Herzen als bei den deutschen Jugendlichen.“ Vielleicht war dieser Gottesdienst ein Anfang für einige Firmbewerber, ihre Tür für den Heiligen Geist zu öffnen.

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